Die Wahrheit über Elektroauto-Batterien

Das Herzstück der Elektromobilität sind die Batterien. Über nichts wird so viel geredet, wie über die Akkus der Fahrzeuge. Welche Reichweite haben sie? Wie schnell sind sie wieder vollgeladen? Wie schnell gehen sie kaputt? Ist die Herstellung nicht umweltbelastend? Und ausserdem explodieren die Dinger doch andauernd, oder? Zeit, mit diesen Themen einmal aufzuräumen.


Die Reichweite: Im Alltag kein Problem

Über die Reichweite haben wir bereits im Artikel “Warum die Reichweite von Elektroautos kein wirkliches Problem ist” gesprochen, hier also noch einmal in aller Kürze:

Statistiken zeigen, dass wir in der Schweiz im Schnitt ca. 24 km pro Tag fahren (in Deutschland sind es durchschnittlich 38km). Bei maximalen Reichweiten von über 300 km sind Sorgen also völlig unbegründet – besonders, wenn man das Auto über Nacht in der Garage aufladen lässt. Wer tatsächlich weiter fahren möchte, als die Batterie erlaubt, benötigt sowieso mindestens eine Pause. Und an Raststätten sind Ladestationen heutzutage nicht weit, sodass man die Batterie während dem Mittagessen bequem aufladen kann.

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Die Ladezeiten: Dauert länger, aber Tanken ist nun auch täglich bequem zuhause möglich

Dies führt uns zum zweiten Punkt: Das Aufladen der E-Auto-Batterie dauert viel länger, als den Benzintank aufzufüllen, stimmt’s? Stimmt. Das kann je nach Modell und Ladestation von 30 Minuten bis zu mehreren Stunden dauern.

Über Nacht stört das aber keinen. Und wer sein Auto zuhause auflädt, fährt jeden Tag mit vollem Akku los. Welcher Benziner hat schon jeden Morgen einen vollen Tank?
Reizt man die Batterie dann doch mal aus (siehe Punkt Reichweite oben), reicht eine ausgedehnte Pause, um genug Energie für die restliche Strecke zu tanken. Die neue Schnellladestation von ABB zum Beispiel lädt 200km in 8 Minuten, beim Supercharger-Netzwerk von Tesla sind in 30 Minuten bis zu 270 km Reichweite geladen.
 

Die Haltbarkeit: Nicht mit Handy-Akkus zu vergleichen

Wir kennen es ja vom Handy-Akku: Mit der Zeit entlädt er immer schneller und ehe man sich versieht, ist er Schrott. Gilt das auch für die Batterien in der E-Mobility? Ganz klar: Nein.

Datenerhebungen zeigen, dass nach 250‘000 km auf dem Zähler (nach etwa 10 bis 15 Jahren) immer noch 350 km von ursprünglich 400 km Reichweite möglich sind - die Batterie erreicht also immernoch fast 90% ihrer ursprünglichen Kapazität. Die Autohersteller sind so überzeigt von ihren Batterien, dass sie grundsätzlich sehr lange Garantien gewähren - bei Tesla beispielsweise gibt es ganze 8 Jahre Garantie bei unbegrenzter Laufleistung.